Den Mac aufrüsten – SSD, Fusion Drive, RAM

 

Der beste Weg, um alternde Systeme wieder in Schwung zu bringen, ist langsame Komponenten auszutauschen oder aufzurüsten. Gerade bei den iMacs und den MacBooks ohne Retina Display gibt es einige Möglichkeiten: 

 

1.) RAM-Upgrade:

Der RAM, oder Arbeitsspeicher, ist das Kurzzeitgedächtnis des Rechners. Daten verbleiben im RAM, solange dieser mit Strom versorgt wird. Je größer der RAM, desto mehr Inhalte können extrem schnell in den Rechenkern, die CPU, transportiert werden. Dabei zählt der RAM zu den schnellsten Speichern im Rechner überhaupt, um hundertfach schneller als eine Festplatte.

Im RAM werden unter OS X Programme und das Betriebssystem gehalten, aber auch Website-Daten, Cache-Dateien und oft benutzte Dokumente.

Grundsätzlich gilt, dass ungenutzter Speicher sinnloser Speicher ist, daher speichert, „cachet", OS X auch Dateien im RAM, die derzeit nicht genutzt werden, die aber womöglich in Zukunft benötigt werden. Wird es im RAM eng, dann lagert OS X Speicherinhalte auf die Festplatte im sogenannten „swap"-Speicher aus und liest sie wieder ein, falls sie wieder benötigt werden. Neuere Versionen von OS X nutzen ebenfalls Speicherkompression, um Dateien nicht auslagern zu müssen, sondern komprimieren die Inhalte, damit sie im RAM verbleiben können und dekomprimieren sie wieder, wenn sie gebraucht werden.
OS X besitzt im Vergleich zu Windows ein sehr modernes Speichermanagement, ist also ständig bemüht, möglichst viel RAM zu belegen. Es macht also Sinn, den Rechner nicht neu zu starten, da nur dann sichergestellt ist, dass der Arbeitsspeicher möglich ausgelastet ist. Ein typischer RAM-„Verbrauch" kann so aussehen:

Bild: typischer RAM Verbrauch unter OS XVor- und Nachteile: Hier gilt: viel hilft viel. Den Arbeitsspeicher zu erweitern ist dabei die günstigste Alternative, um mehr Leistung aus dem System zu holen.

2.) SSD-Upgrade:

Die zweite wichtige Komponente ist die Festplatte. Herkömmliche Festplatten speichern ihre Daten auf rotierenden, magnetisierten Scheiben, die Daten werden von einem Lesekopf gelesen. Das Prinzip ist spätestens seit der Vinyl-Platte bekannt. Daten werden von außen nach innen geschrieben, da der äußere Bereich mehr Sektoren pro Spur enthält und somit mehr Daten pro Lese-/Schreibvorgang gespeichert werden können. Somit ist erklärlich, warum Festplatten langsamer werden, wenn sie voll laufen.
Bei Festplatten kommt ein weiteres Problem hinzu – das der Fragmentierung. Dabei werden Daten zunächst in leere Bereiche der Festplatte geschrieben. Werden diese Daten dann wieder gelöscht, entstehen Lücken. Diese werden später zwar wieder aufgefüllt, aber wenn die später geschriebenen Daten größer sind, als die zuvor gelöschten, muss das Betriebssystem die Daten aufsplitten. Es liegen also Teile der Daten in einem Bereich und andere Teile möglicherweise am ganz anderen Ende des Datenträgers. Der Lesekopf sucht dann die so fragmentierten Daten wieder zusammen, was zu einer Verlangsamung führt. Zwar defragmentiert OS X im Hintergrund, an der generell langsamen Technik ändert es jedoch nichts.
SSD hingegen nutzen zum Speichern der Inhalte Chips, den sog. „Flash-Speicher". Hier kommt es nicht zur Fragmentierung und jeder Speicherort ist gleichwertig. Zudem ist eine SSD etwas zehn mal so schnell wie eine herkömmliche Festplatte.
Vor- und Nachteile: Die SSD macht den größten Unterschied in der Performanz des Systems. Es startet schneller, Programme öffnen schneller, Daten werden schneller geschrieben und gelesen. Leider ist die SSD wesentlich teurer, vor allem, wenn große Kapazitäten gewünscht werden. Deshalb bietet sich manchmal ein „Fusion Drive" an, ein Hybrid aus beiden Technologien.

3.) Fusion Drive:

Das Fusion Drive ist eine Technologie, die Apple mit dem iMac eigeführt hat. Es handelt sich um eine Kombination aus Flash-Speicher und herkömmlicher Festplatte. Es werden Vorteile beider Technologien kombiniert: günstiger und großer Speicher der Festplatte mit der Geschwindigkeit der SSD.
Apple bewerkstelligt die Fusion beider Laufwerktypen über das seit OS X 10.8 „Mountain Lion" verfügbare „Core Storage" – diese logische Volume Management fasst beide physischen Volumes zu einem logischen Volume transparent, also vor dem Nutzer verborgen, auf Betriebssystemebene zusammen. Das wiederum heißt, dass der Benutzer sich nicht mit mehreren Partitionen oder Festplatten beschäftigen muss, sondern nach wie vor nur eine Festplatte „Macintosh HD" angezeigt bekommt. Die ganze Intelligenz, wo Daten bestmöglich gespeichert werden, übernimmt das Betriebssystem.
Zunächst werden alle Daten auf der schnellen SSD gespeichert. Die Mindestgröße liegt bei 128GB, sie kann aber auch größer gewählt werden. Läuft die SSD voll, werden Daten auf die langsamere Festplatte verschoben. OS X führt eine Liste, welche Daten oft benutzt werden, diese werden auf der SSD gespeichert, seltener zugegriffene Daten verschiebt es auf die HDD. Das Betriebssystem liegt immer auf der SSD, ist also immer maximal schnell.
Die SSD hält immer 4 GB Puffer frei, es werden also Dateien bis 4 GB immer zunächst auf die SSD geschrieben und wandern dann im Hintergrund auf den vorgesehenen Ort. Wir bieten Ihnen die Aufrüstung mit Fusion Drive für alle Rechner an, die über ein Superdrive und eine HDD verfügen, also alle MacBook (Pro), iMac und Mac mini. Sie erhalten für Ihr Superdrive ein externes USB-Gehäuse, um es weiterhin benutzen zu können.
Vor- und Nachteile: In der Praxis ist das Fusion Drive nicht langsamer als ein Rechner ausschließlich mit SSD. Bei größerem Speicher und kleinerem Preis. Eine Datensicherung mittels Time Machine ist obligatorisch, da zwei Speicher verbaut sind – falls ein Speicher defekt ist, sind die Daten zerstört.


Unser Angebot:

Ob RAM, SSD oder Fusion Drive – wir bieten Ihnen eine breite Palette an Erweiterungsoptionen.
Welches Upgrade für Sie das zweckdienlichste ist, hängt vom Budget, der Art Ihres Systems und Ihrem Einsatzzweck ab. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Beispielrechnung Fusio Drive Installation bei einem MacBook Pro:

 

250GB Samsung SSD 850 EVO Serie 2.5" €149,00
hardwrk SATA-Adapter-Kit für MacBook Pro inklusive externes Super Drive Gehäuse €89,00
Umbau SSD/HDD, Installation Basis-OS (10.10.), Einrichtung Fusion Drive €59,50
Gesamt:  €297,50

 

 

Beispielrechnung SSD Installation bei einem MacBook Pro:

500GB Samsung SSD 850 EVO Serie 2.5" €249,00
Externes Gehäuse für die interne Festplatte / USB 3.0 2,5" €26,99
Umbau SSD/HDD, Installation Basis-OS (10.10.) €59,50
Gesamt:  €335,49