Wie finde ich den richtigen Mac für meine Bedürfnisse?

Die grundsätzlichen Fragen, die man sich bei der Auswahl des richtigen Gerätes stellen muss, sind die des „Was?“ und des „Wo?".

„Was?“ stellt die Frage nach der Art der Anwendungen, die genutzt wird, also welche Arbeit der Rechner verrichten soll.

Sind es verhältnismäßig „leichte“ Anwendungen, wie Textverabeitung und Recherche, Internet-Surfen und E-Mails, Organizer-Tätigkeiten und Videokonsum, oder handelt es sich um fordernderer Anwendungen, wie Bildbearbeitung mit Photoshop, Indesign und Illustrator, oder gar Videoschnitt mit Final Cut oder Adobe Premiere Pro und 3D-Renderings mit AutoCAD?

Das „Wo?“ fragt allgemein nach dem Ort des Einsatzgebietes. Damit ist gemeint, ob der Rechner mobil sein soll, ferner, wie lange der Rechner ohne Stromversorgung betrieben werde soll, oder ob der Rechner fix an einem Ort stehen kann.

Apple bietet mit seinem Portfolio eine breite Palette infrage kommender Geräte. Zunächst folgen die mobilen Rechner.

 

⁃ Das MacBook Air ist extrem leicht, flach und so extrem mobil und hält dank des großen Akkus und des geringen Stromverbrauchs bis zu 12 Stunden durch, manche Tests bescheinigen sogar 15 Stunden und mehr. Dafür ist es für anspruchsvolle Medienbearbeitung wenig geeignet, da es mit seiner verhältnismäßig schwachen CPU für lange Akkulaufzeit optimiert ist. Es ist der ideale Begleiter für Geschäftsleute, die viel Textverarbeitung machen und/oder Präsentationen halten und in Konferenzen einen soliden Businessrechner suchen, oder für Privatleute, die für Zuhause einen leichten Rechner für den Couchtisch suchen, mit dem sie surfen, E-Mail-Korrespondenz betreiben und ihre tagtäglichen kleineren Arbeiten erledigen. Auch Studenten und Schüler profitieren genauso von der Portabilität des Air und sind für das Arbeiten in Bibliotheken bestens ausgestattet. Das MacBook Air gibt es als 13" und als 11"-Modell, für diejenigen, die noch mobiler sein wollen. Die langen Akkulaufzeiten ändern die Art, wie Benutzer mit ihrem Computer arbeiten.

⁃ Das MacBook Pro 13" ist sozusagen der Allrounder und das Einsteigerlaptop von Apple. Es verfügt über großen Speicher (500GB), alle, auch ältere, Schnittstellen, wie FireWire 800, und einen Dual-Layer-DVD-Brenner. Dafür ist es etwas schwerer und hat nicht die langen Akkulaufzeiten des MacBook Air. Es ist ideal für Leute, die preisbewusst einen mobilen Rechner für Zuhause und unterwegs suchen, der dank seiner ausreichenden Rechenkraft und des großen Speichers spielend einen Desktop-PC ersetzen kann. Außerdem bietet das MacBook Pro 13" den Vorteil, dass der Arbeitsspeicher und die Festplatte in Zukunft selbst aufgerüstet werden können – kein anderes Notebook von Apple bietet noch diese Option.

⁃ Das MacBook Pro mit Retina Display in 13" und 15" ist die neueste Schöpfung Apples im mobilen Segment. Es ist ein Hybrid aus der Technologie des MacBook Air (Flash-Speicher und Transportabilität) und der des „alten“ MacBook Pro, das heißt, es ist mit bis zu vier physischen Rechenkernen sehr leistungsfähig. Zudem verfügt es als Novum über ein ultrahochauflösendes Retina-Display – so hochauflösend, dass das menschliche Auge keine Pixel mehr unterscheiden kann.
⁃ Das 13"-Modell ist stark genug, um auch Video- und Bildbearbeitung spielend zu erledigen, doch aufgrund der Bildschirmgröße und der fehlenden dezidierten Grafikkarte eines MacBook Pro 15" richtet es sich eher an Käufer mit Office-Anwendungen im Einsatz. Die Frage der Leistungsfähigkeit ist also eine graduelle. Das hochauflösende Retina-Display bietet in einem solchen Arbeitsumfeld den riesigen Vorteil, dass die Augen langsamer ermüden. Der Brillenträger wird bestätigen können, dass scharfer Text bei Bildschirmarbeit unerlässlich ist.
⁃ Das 15"-Modell gibt es mit und ohne dezidierte Grafik. Das Modell ohne dezidierte Grafik ist ideal zum Beispiel für den Freelancer, der mit Grafikinhalten arbeitet, ein Gerät braucht, mit dem er mobil sein kann und das trotzdem so rechenstark ist, dass es einen Desktop-PC auch hinsichtlich seiner Leistungsfähigkeit in diesem Bereich ersetzen kann. Die Variante mit dezidierter Grafikkarte ist ideal für Leute, die mobil 3D-Renderings generieren wollen, also auch für Architekten und Ingenieure, oder – in ganz anderer Hinsicht – auch für Gamer, die die neuesten 3D-Shooter auch auf LAN-Parties zocken wollen.


Das Desktop-Lineup umfasst den Mac Mini (Server) und den iMac in 21,5" und 27".

⁃ Der Mac mini ist der perfekte Bürorechner und Multimedia-Computer. Als Bürorechner bietet er den kostengünstigen Einstieg in die Mac-Welt – mit 629€ ist er der preisgünstigste Mac überhaupt und dank seiner modularen Ausrichtung kann alte Peripherie, wie Monitor und Tastatur etc., einfach weiterverwendet werden. Seine extrem geringe maximale Leistungsaufnahme von nur 85W unter Vollast1 macht den Mac Mini auch für Büros interessant. Er amortisiert sich von selbst über die Stromeinsparungen und Arbeitsplätze können dank des geringen Gewichts und der geringen Größe schnell verlegt werden. Weil er so leise ist, stellt sein Einsatz auch in Sachen Ergonomie ein großes Plus dar. Ein anderes interessantes Anwendungsfeld für den Mac Mini ist das des Multimedia-Computers. Der Mac Mini eignet sich dank seines flüsterleisen Designs und seiner geringen Abmessungen perfekt für den Einsatz im Wohnzimmer als Video- und Audioserver. Seine HDMI-Schnittstelle verbindet ihn problemlos mit jedem Flachbildfernseher und gepaart mit einer TV-Lösung von Elgato wird der Mac Mini zum Videorecorder.

⁃ Der iMac ist Apples Antwort auf die laute, graue Kiste, die man sich früher unter den Schreibtisch stellte, und die für alle Arbeiten im privaten und beruflichen Umfeld genutzt wurde. Die einzige Frage beim iMac ist: “does size matter?" Für Bildbearbeitung und Videoschnitt bietet sich das 27"-Modell an, damit kommt man auch ohne zweiten Monitor für Paletten usw. aus. Der 27" iMac ist zudem noch leistungsfähiger, als sein 21" Gegenüber. Für Office-Anwendungen und für Zuhause reicht der iMac 21" den meisten Anwendern aus – es sei denn, man prokrastiniert im Arbeitszimmer mit HD-Filmen. Der iMac bietet wohl das beste Preis-Leistungs-Verhältnis aller Macs. Sehr viel Leistung für verhältnismäßig wenig Geld. Wer auf Mobilität nicht angewiesen ist, aber auch anspruchsvolle Arbeiten erledigen muss, ist mir einem iMac bestens aufgestellt.

 

Einige Anwenderprofile:

 

Marc, 35, freiberuflicher Grafikdesigner

Marc arbeitet mit Photoshop, InDesign und Illustrator in verschiedenen Werbeagenturen als Grafiker und arbeitet hin und wieder in Bürogemeinschaften, wo er sich einen Schreibtisch-Arbeitsplatz angemietet hat. Er ist darauf angewiesen, schnell den Arbeitsplatz wechseln zu können und braucht einen Rechner, der gleichermaßen tragbar wie leistungsfähig ist. Dabei hat er nicht immer einen externen Monitor zur Verfügung.

Marc hat sich für das MacBook Pro 15" Retina mit 2,3GHz i7 CPU, 16GB RAM und 512GB Flashspeicher entschieden. Er hat das Gerät auf lange Sicht erworben, nutzt viele Programme parallel und muss all seine Projekte dabei haben und will sie außerdem im Kundenkontakt als Portfolio zeigen können.


Anna, 22, Diplom-Psychologiestudentin

Anna ist studienbedingt viel unterwegs. Sie arbeitet im Institut als Hiwi und will ihr Gerät in der Bibliothek für Hausarbeiten nutzen. Sie braucht einen Rechner, der mobil ist, der aber auch genug Rechenkraft für Statistikprogramme, wie SPSS, mitbringt. Außerdem war ihr ein gutes Display wichtig, da sie lange am Bildschirm für Ihre Diplomarbeit recherchiert und schreibt.

Sie hat sich nach einer Beratung für ein MacBook Pro 13" mit Retina Display entschieden. Die Hauptargumente für dieses Gerät waren das grandiose Display, um ihre Augen bei langer Bildschirmarbeit zu schonen, und das geringe Gewicht. Außerdem möchte sie privat noch Bilder bearbeiten und Filme schauen und dafür bietet das 13"-Retina genügend Leistungsreserven.


Chris, 15, Schüler

Chris wünscht sich von seinen Eltern zu Weihnachten seinen ersten Rechner. Da er noch nicht genau weiß, was seine Anforderungen sein werden, sucht er einen guten Kompromiss zwischen Leistung, Portabilität und Ausstattung. Außerdem möchte er nicht allzu viel ausgeben, da seine Eltern das Gerät nicht voll bezahlen, sondern ihm Geld zuschießen. Und will er auf gar keinen Fall einen Desktop-Rechner, weil er ihn auch in der Schule benutzen will.

Chris hat sich für das MacBook Pro 13" entschieden. Ihm ist das Gewicht des Gerätes nicht so wichtig, er möchte aber später vielleicht eine SSD einbauen können und hin und wieder DVDs schauen. Chris schreibt das MacBook Pro 13" auf seinen Wunschzettel, weil es einen Brenner hat, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet und dank der vielen verschiedenen Schnittstellen vielseitig nutzbar ist.


Judith, 40, Fotografin

Judith arbeitet im eigenen Fotostudio und sucht einen Rechner, mit dem sie ihre Bilder sichten und Nachbearbeitungen machen kann. Ein großes Display ist ihr wichtig, gleichzeitig braucht sie viel Speicher, da sie mit RAW-Dateien umgeht. Sie möchte aber auf Geschwindigkeit beim Öffnen ihrer abertausenden Bilder nicht verzichten.

Judith least den iMac 27" mit 3,2GHz Quad-Core i5, 16GB Arbeitsspeicher und 3TB Fusion Drive. Damit hat sie genügen RAM um mehrere Programme parallel zu betreiben und genügend Festplattenspeicher, um in absehbarer Zeit nicht noch ein RAID-System für Datensicherungen anschaffen zu müssen. Das Fusion Drive bietet durch die integrierte Flash-Technologie zudem schnelle Zugriffszeiten, um die großen Bild-Datenbanken von Lightroom oder Aperture schnell öffnen zu können.

 

 

Die skizzierten Anwendungsszenarien sollen nur beispielhaft auf die Vorzüge der einzelnen Modellreihen eingehen und schließen keineswegs andere Anwendungsfelder aus.

Nur weil der iMac 27" für professionelle Bildbearbeitung in Agenturen prädestiniert ist, heißt das lange nicht, dass es mit einem Mac Mini nicht möglich wäre. Genauso macht der iMac 27" für den Mediendesign-Freelancer wenig Sinn, da kommt eher ein 15" MacBook Pro Retina infrage.

Es ist eine Frage des Grades und der Häufigkeit entsprechender Arbeiten, wie gut ein Gerät geeignet ist. Die einzelnen Faktoren müssen gegeneinander abgewogen werden und dann kommt als limitierender Faktor oftmals auch das Budget hinzu.

Damit Sie das beste Gerät für Ihre Bedürfnisse finden, lassen Sie sich bei uns beraten. Wir versichern Ihnen, dass wir so objektiv wie möglich das Optimum mit Ihnen gemeinsam finden und dass Sie möglichst viel Nutzen aus Ihrer Investition ziehen können. Unsere Mitarbeiter sind geschult, durch gezielte Fragestellungen Ihre Bedürfnisse herauszufinden und diesen mit Fachkenntnis und Erfahrung gerecht zu werden.

 

 

1Ein unabhängiger Test ermittelt weniger als 50W unter Volllast. Vergl. http://www.pcadvisor.co.uk/reviews/desktop-pc/3415672/apple-mac-mini-late-2012-review/, zugegriffen am 17.11.2013.