Von Windows zum Mac?

Von Windows zum Mac wechseln.

In diesem Artikel werden häufig aufkommende Problemstellungen behandelt, die Nutzer betreffen, die in der Vergangenheit Windows installiert hatten. Die auftretenden Fragen lassen sich in mehrere Bereiche unterteilen, die im Folgenden näher ausgeführt werden sollen und sie betreffen in erster Linie die Kompatibilität, also ob bestehende Dateien, Programme und Peripheriegeräte am neuen Apple-Rechner weiterverwendet werden können.

 

 

Die kurze Antwort darauf lautet: „Die Meisten ja!“ Die längeren Antworten finden Sie unter den entsprechenden Links:

 

1.a. Kann ich meine Word-, Excel-, Powerpoint- und ähnliche Dateien auf dem Mac bearbeiten?

Glücklicherweise stellt sich die Frage der Weiterverwendung der Windows-Dateien meist gar nicht, weil es sich um weit verbreitete Standardformate, wie mp3, PDF und Film-Dateien handelt. Diese können uneingeschränkt weiterverwendet werden, sie werden dann von Programmen geöffnet, die dieselbe Funktion erfüllen, jedoch von anderen Herstellern stammen. Zum Beispiel können PDF-Dateien unter dem Mac von „Vorschau“ geöffnet werden, eine Installation von Adobe Acrobat Reader kann entfallen.

Für spezielle Formate, die nur von einigen Programmen gelesen werden können, gilt: grundsätzlich ja – es gibt mehrere Möglichkeiten, diese Dateien auch auf dem Mac zu verwenden. Jedoch müssen Programm, die auch für Windows angeboten werden, speziell für den Mac programmiert werden, das heißt, Sie können nicht einfach Microsoft Office und ähnliches auf dem Mac installieren, da der Mac diese nicht ausführen kann. Das hat einen entscheidenden Vorteil – die hunderttausenden Windows-Viren sind auch nur Programme, die der Mac nicht ausführen kann. Der Nachteil ist, dass entsprechende Software manchmal gekauft, oder zumindest geladen werden muss. Da Mac OS X, wie Windows, eine kommerzielle Plattform ist, programmieren viele Softwarehersteller auch dafür. Das bedeutet, dass Microsoft, Adobe, Google und Co. ihre unter Windows bekannten Programme meist auch für den Mac anbieten. Das gilt für kommerzielle Software, wie Microsoft Office und den angesprochenen Adobe Acrobat Reader genauso, wie für kostenlose Programme, wie SkypeFirefoxChrome usw.

1.b. Office und Co.

Den meisten Anwendern geht es um Ihre Office-Dokumente. Auf dem Mac hat man für diese Dateien mehrere Alternativen: Man nutzt die Office-Lösung von Apple, bestehend aus Pages (für .doc-Dateien), Numbers (für .xls-Dateien) und Keynote (für .ppt-Dateien). Diese Software ist mittlerweile kostenlos und kann auf jedem neuen Mac installiert werden. Für die meisten Dateien funktioniert das ganz gut, jedoch sind die Apple-Programme anders aufgebaut und erfordern eine Umgewöhnung, außerdem sind die Datei-Formate von Microsoft Office „geschlossen“, daher weiß außer Microsoft niemand genau, wie sie aufgebaut sind und es kann daher zu Formatierungsproblemen kommen. Meist funktioniert dieser Weg aber problemlos. Es gibt auch andere kostenlose Alternativen, wie das unter Windows bekannte OpenOffice, oder LibreOffice und für die Typographie-Verliebten gibt es auch LaTeX

Will oder muss man jedoch im geschäftlichen Bereich zu 100% kompatibel sein, bleibt einem meist nur der Kauf von Microsoft Office für den Mac. Es gibt auch noch andere Möglichkeiten, die jedoch weniger elegant sind, dazu im folgenden Abschnitt mehr.

1.c. Muss/kann ich Windows installieren?

Update: Es gibt eine dritte Möglichkeit, mittels WineBottler, siehe hier
Es kann Windows auf dem Mac via Boot Camp ausgeführt werden. Man installiert einfach Windows neben Mac OS X und entscheidet sich beim Hochfahren des Rechners, welches Betriebssystem man starten möchte. Der Vorteil ist dabei, dass man keine Kompromisse bei Kompatibilität eingeht und unter Umständen sehr teure Software nicht noch mal erwerben muss. Der Nachteil ist ganz klar, dass man mit zwei Betriebssystemen arbeitet, wovon das eine sogar dasjenige ist, wovon man eigentlich weg wollte.

Die zweite Variante ist, dass man sich eine sogenannte „Virtualisierungssoftware“ installiert, die innerhalb von Mac OS X ausgeführt wird und einen Windows-Rechner simuliert. Dazu zählen die kommerziellen Lösungen von VMware und Parallels und das kostenlose, aber nicht ganz so ausgefeilte VirtualBox. Man startet also ein zweites Betriebssystem (Windows) innerhalb von Mac OS X. Der Vorteil dabei – man muss sich nicht beim Starten des Rechners entscheiden, welches Betriebssystem man ausführen möchte und man kann Windows-Programme neben Mac-Programmen ausführen. Was allerdings wie eine elegante Lösung aussieht, verkompliziert unter Umständen die Benutzung, da die Benutzerführung unter Windows anders ist, als unter Mac OS X und, wie oben, dass man wieder auf Windows zurückfällt, wo man es doch hinter sich lassen wollte.

Unserer Meinung nach ist es am besten, wenn man sich nach derselben Software für den Mac umschaut, die man unter Windows genutzt hat, gibt es diese nicht, oder lohnt die Anschaffung nicht, sollte man sich nach geeigneten Alternativen umsehen (eine Übersicht erhalten Sie beispielsweise hier) und scheitert dieser Versuch, kann man immer noch Windows in der ein oder anderen Form installieren. Welchen Weg man dann geht, hängt nur von der eigenen Präferenz ab und ob man die volle Leistung seines Rechners braucht. Wir helfen Ihnen gerne, die beste Lösung zu finden und natürlich erhalten Sie auch entsprechende Software bei uns.

2. Kann ich bestehendes Zubehör weiterverwenden?

Grundsätzlich läuft die meiste Hardware aus Windowstagen auch am Mac. Zu unproblematischen Geräten zählen Festplatten, USB-Sticks, Speicherkarten usw. Der Mac kann alles Windows-Festplatten erkennen und lesen, nur umgekehrt wird es schwieriger. Die meisten Drucker und Scanner lassen sich ebenfalls meist bedenkenlos weiter verwenden, da der Mac mit sehr vielen Treibern großer Hersteller, wie HP, Epson, Brother und ähnliche ausgeliefert wird. Dennoch lohnt sich der Blick auf die jeweiligen Support-Seiten der Hersteller.

3. Wie bekomme ich meine Daten auf den neuen Rechner?

Das Überspielen ihrer Daten auf den Mac gestaltet sich meistens sehr einfach. Schließen Sie eine externe Festplatte an ihren Windows-Rechner an und kopieren Sie ihre Dokumente, Musik, Bilder und sonstige Dateien auf die Festplatte. Die Festplatte wird dann an den Mac angeschlossen und anschließend werden Daten manuell in die entsprechenden Ordner kopiert. Gerne übernehmen wir diese Aufgabe auch für Sie zum Festpreis.

4. Brauche ich Anti-Viren-Software und Firewall?

Wie weiter oben schon geschrieben, sind die allermeisten Computer-Viren, die im Umlauf sind, nicht unter Mac OS X lauffähig. Die meisten Viren werden über Software aus dubiosen Internetquellen unwissentlich mit installiert. Apple hat dem einen Riegel durch den „Mac App Store“ vorgeschoben, über den Software installiert werden kann und bei dem alle Programme von Apple überprüft worden sind und die Hersteller über Zertifikate verifiziert wurden. Für die wenigen Viren, die es für den Mac gibt, bringt das Betriebsystem einen eigenen Virenscanner mit, der vor dem Benutzer verborgen seinen Dienst tut. Eine ausgeklügelte Rechteverwaltung der Benutzer verhindert außerdem, dass sich Programme, wie es Viren tun, einfach von selbst installieren. Der Benutzer muss stets sein Administrator-Passwort eingeben, wenn Programme installiert werden sollen.

Nun kann es aber sein, dass man dennoch einen Virenscanner, zum Beispiel von Norton oder Kasperksy, benötigt und zwar dann, wenn man ständig Daten mit Windows-Rechnern austauscht, zum Beispiel geschäftlich oder in der Lehre, oder wenn man dazu gesetzlich verpflichtet ist, wie bei der Arbeit in Behörden etc. Dabei fungiert der Virenscanner allerdings nicht als Schutz für den Mac-Benutzer, sondern verhindert das Verteilen der Windows-Viren über den Mac. Der Mac wird zwar nicht infiziert, aber es können trotzdem unabsichtlich Viren verbreitet werden, zum Beispiel indem man eine E-Mail weiterleitet usw. Es ist wie bei echten Viren beim Menschen – Man kann immun gegenüber einem Virus sein, dennoch aber Überträger werden.

Eine Firewall ist genauso nicht unbedingt nötig. Das hängt, wie bei der Rechteverwaltung der Benutzer, mit dem Aufbau des Betriebssystems zusammen. Beim Mac sind alle sogenannten „Ports“, über die Angriffe aus dem Internet erfolgen, standardmäßig geschlossen. Diejenigen, die offen sein müssen, weil über Sie die Kommunikation des E-Mail-Programmes oder des Internetbrowsers erfolgen, sind zwar offen, doch diese würden auch von einer Firewall geöffnet werden. Will man mehr Kontrolle haben, kann man auf dem Mac in den Systemeinstellungen - Sicherheit eine zusätzliche Firewall aktivieren. Diese verhindert allerdings nur die Kommunikation nach außen.

Das Argument, dass der Mac nur deshalb so sicher sei, weil der Marktanteil gering und daher ein Angriff unrentabel sei, kann leicht widerlegt werden. Zum einen steigt der Marktanteil des Mac seit Jahren stetig und zum anderen sieht man bei einem eng verwandten Betriebssystem, Linux, das auf über der Hälfte aller Server für Webseiten läuft, und bei dem sich demnach ein Angriff lohnen würde, dass gravierende Schäden nicht auftreten. Eine gute Ausführung zum Thema Mac OS X und Sicherheit finden sie unter http://www.macmark.de/osx_security.php, wo auch das „Scheinargument“ Marktanteil demontiert wird.